Primecare | Finanzielle Hilfe 24h Pflege

 FINANZIELLE HILFE

AKTUELLE INFORMATIONEN – FRAGEN & ANTWORTEN


 

   Was ist Pflegegeld für die häusliche Pflege ?

   Wem stehen Steuervorteile in der 24h Pflege zu  ?

   Was ist eine Verhinderungspflege bei der Pflege aus Polen ?

   Was bedeutet Kurzzeitpflege in der 24 Stunden Betreuung ?

   Was sind Pflegehilfsmittel für die private Pflege zu Hause ?



 

WAS IST

PFLEGEGELD FÜR DIE HÄUSLICHE PFLEGE ?

 

Pflegebedürftige Menschen benötigen im Alltag Unterstützung im Bereich der Körperpflege, Ernährung, Hauswirtschaft oder Mobilität. Pflegekassen erstatten gesetzlich oder privat Versicherten in Pflegefällen einen Teil dieser Pflegekosten. Diese finanzielle Hilfe nennt sich Pflegegeld und wird dem Pflegeempfänger zuteil, wenn er von privaten Personen im häuslichen Umfeld versorgt wird.

Anders als bei den Sachleistungen ist es möglich, das Pflegegeld für die Inanspruchnahme einer 24 Stunden Pflegekraft einzusetzen. Um ein korrektes Maß an dieser Geldleistung zu erhalten wird der Pflegebedürftige je nach Pflegebedarf in  Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 oder Pflegegrad 5 eingestuft.

Die Höhe des Pflegegeldes, welches Ihnen monatlich zur Pflegefinanzierung ausbezahlt wird, richtet sich nach dem bescheinigten Pflegegrad. Nachfolgend sehen Sie eine Übersicht der Pflegegrade mit dem entsprechenden Pflegegeld pro Monat.

Die Pflegebedürftigen werden ganzheitlich in Bezug auf ihre Selbstständigkeit bewertet. Dies geschieht mit Hilfe einer Punktevergabe. Auf einer Skala von 0 bis 100 wird dann eine Einteilung in eine der fünf Pflegegrade vorgenommen. Bei Pflegegrad 1 wird ein zweckgebundener, ambulanter oder stationärer Entlastungsbetrag von 125 € jedoch kein Pflegegeld ausbezahlt.


  • PFLEGEGRADE

  •           Pflegegeld
  •           Einstufung
  • PFLEGEGRAD 2

  •  316 €
  • 27 – 47,5 Punkte
  • PFLEGEGRAD 3

  •  545 €
  •     47,5 – 70 Punkte
  • PFLEGEGRAD 4

  •  728 €
  •     70 – 90 Punkte
  • PFLEGESGRAD 5

  •  901 €
  • 90 – 100 Punkte


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WEM STEHEN

STEUERVORTEILE IN DER 24H PFLEGE ZU ?



Sowohl der Betreuungsempfänger als auch seine Familienmitglieder können Pflegekosten steuerlich geltend machen. Entscheidend hierbei ist, von wem die Betreuungskosten bezahlt werden, sprich wer der Auftraggeber ist. Es können nur die Eigenleistungen ohne die Kostenübernahmen der Pflegekasse erstattet wurden. Bei der von Primecare vermittelten häuslichen Pflege, muss man keinen Nachweis über einen Pflegegrad vorlegen, um von den Steuervorteilen profitieren zu können.

Wenn Sie Leistungsempfänger der Betreuung und zugleich der Auftraggeber sind, wird die Absetzbarkeit meist durch das Steuergesetz §35 EStG »Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse« geregelt. Dieser besagt, dass Sie 20% der Kosten der häuslichen 24 Stunden Pflege sowie einer Haushaltshilfe von Ihrer zu zahlenden Steuerlast absetzen können. Der maximal anzusetzende Betrag liegt bei 20.000 € jährlich, dies entspricht einer Steuererstattung von 4.000 € pro Jahr oder umgelegt 333,33 € pro Monat.

Wenn Sie Auftraggeber jedoch nicht Empfänger der Betreuungsleistung sind, wird die die steuerliche Förderung meist durch das Steuergesetz §33 EStG »Außergewöhnliche Belastungen« geregelt. Dieser besagt, dass Sie Pflegekosten die über die zumutbare Belastung von 4% Ihres zu versteuerndem Jahresinkommens hinausgehen, absetzen können.

Da die Steuerregelungen je nach Einkommenssituation anders geregelt wird, empfehlen wir Ihnen einen Steuerberater oder das Finanzamt zu Hilfe zu ziehen. Dies ist besonders bei der ersten Steuererklärung, nach dem die Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde, lohnenswert.

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WAS IST EINE

VERHINDERUNGSPFLEGE BEI DER PFLEGE AUS POLEN ?



Macht die Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die nachgewiesenen Kosten einer Ersatzpflege. Sowohl ein ambulanter Pflegedienst als auch Privatpersonen können in der Zeit als Vertretung engagiert werden. Versicherte ab dem Pflegegrad 2 können die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Dieser besteht jedoch erst, wenn die Pflegekraft mindestens sechs Monate in der häuslichen Umgebung pflegerisch tätig ist.

Die Verhinderungspflege ist eine zusätzliche Leistung der Pflegekasse und entspricht einer Kostenübernahme von bis zu 1.612 € jährlich, für maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr. Werden die finanziellen Mittel für die Kurzzeitpflege in einem Jahr nicht vollständig genutzt, so kann der Rest, maximal allerdings 806 €, ebenso für die Verhinderungspflege genutzt werden. Dies wäre dann eine Gesamtleistung von 2.418 € pro Jahr.

Wird die Ersatzpflege durch einen nahen Angehörigen nicht erwerbsmäßig sichergestellt, dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse den 1,5fachen Betrag des Pflegegeldes nicht überschreiten. Seit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz wird das Pflegegeld während einer Verhinderungspflege bis zu sechs Wochen jährlich zur Hälfte weiter ausgezahlt. Diese Regelungen gelten auch bei der stundenweisen Inanspruchnahme der Verhinderungspflege. Den Krankenkassen sind zur Abrechnung die Belege für die Pflegetätigkeit sowie die zusätzlichen Aufwendungen wie Fahrkosten vorzulegen.

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WAS BEDEUTET

KURZZEITPFLEGE IN DER 24 STUNDEN BETREUUNG ?



Die Pflegeversicherung bezuschusst die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege in Form einer Verhinderungspflege. Diese setzt ein wenn sich Pflegekräfte eine Auszeit nehmen oder durch Krankheit die Pflege nicht ausführen können. Die Verhinderungspflegeleistung kann bei Bedarf mit der Kurzzeitpflegeleistung kombiniert werden. Pflegebedürftige können diesen finanziellen Betreuungszuschuss bereits ab Pflegegrad 1, in Anspruch nehmen.

Sie haben die Möglichkeit, 50% des Leistungsbetrages von 1.612 € der Kurzzeitpflege zusätzlich zum Verhinderungspflegegeld zu beantragen. Dies wird jedoch nur genehmigt wenn die maximal 28 Tage, die für die Kurzzeitpflege zur Verfügung stehen noch nicht ausgeschöpft sind. Auf diesem Wege werden Ihnen zusätzlich 806 € pro Jahr oder umgelegt 67 € monatlich zuteil.

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WAS SIND

PFLEGEHILFSMITTEL FÜR DIE PRIVATE PFLEGE ZU HAUSE ?



Pflegebedürftige bezahlen ihre im Pflegealltag erforderlichen Hilfsmittel größtenteils aus eigener Tasche, obwohl sie einen Anspruch auf Kostenübernahme hätten. Pflegehilfsmittel werden von der Pflegekasse übernommen, wenn diese zur Erleichterung der häuslichen Pflege dienen oder sie zur Linderung der Beschwerden beitragen. Dies ist eine monatliche Pauschale in Höhe von 40 €.

Bei der 24 Stunden Pflege ist ein regelmäßiger und oftmals intensiver Körperkontakt notwendig. Dies bringt eine besondere Verantwortung mit sich. Wer ohne Schutzvorkehrungen pflegt, setzt die gepflegte Person permanent einer erhöhten Ansteckungsgefahr aus. Auf der anderen Seite unterliegt die Pflegekraft ohne diese Hilfsmittel täglich dem Risiko mit Erregern oder Exkrementen in Berührung zu kommen. Pflegehilfsmittel schützen daher nicht nur den Pflegeempfänger, sondern auch die Pflegerin oder den Pfleger.

Folgende Pflegehilfsmittel werden finanziell unterstützt: Pflegebetten und Zubehör, Pflegebett-Tische, Pflegerollstühle, Waschsysteme, Duschwagen, Bettpfannen, Urinflaschen, Hausnotrufsysteme, Lagerungsrollen, Eimal-Bettschutzeinlagen, Schutzbekleidung, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel. Verbrauchshilfsmittel müssen nicht vom Arzt verordnet werden müssen, sondern können direkt bei der Pflegekasse beantragt werden.

Die Kasse stellt eine Bestätigung über die Notwendigkeit der Pflegehilfsmittel aus. Mit dieser Bestätigung erhält der Versicherte vom zugelassenen Leistungserbringer wie z.B. einem Sanitätshaus die benötigte unterstützenden Artikel. Der Leistungserbringer verrechnet direkt mit der Pflegekasse. Um diesen Finanzzuschuss zu erhalten reicht ein bei der zuständigen Krankenkasse gestellter Antrag, dem in den meisten Fällen entsprochen wird.

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Haben Sie weitere Fragen zur Pflegefinanzierung? Wir sind persönlich unter 08331 9415880 oder über das Kontaktformular erreichbar. Wenn Sie ein Angebot inkl. Personalprofil passender Pflegekräfte wünschen, senden Sie uns einfach eine kostenlose Pflegeanfrage.




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